Leider bin ich derzeit in einem sehr anspruchsvollen Projekt gefangen, das nun in den letzten Zügen ist. Spannend, interessant ... leider bleibt mir auch sehr wenig Zeit zum bloggen. Aber ich hoffe, die Mühe wird sich lohnen.
Ich möchte mich bei allen Sprechern und rund 100 Besuchern des ersten "AxDay 2006" am vergangenen Freitag zum Thema "Visual Studio 2005 Team System" und "Windows Workflow Foundation" herzlich bedanken. Das Feedback auf unsere erste Tagesveranstaltung war überaus positiv, was mich wirklich sehr gefreut hat. Wir haben anscheinend die richtigen Inhalte gewählt, viel konkretes und greifbares. Die Vorbereitungen für das Event waren ziemlich umfangreich und nur mit Hilfe des ganzen Axinom-Teams machbar. Alle haben mitgeholfen und ich muß mich bei allen dafür herzlich bedanken, ihr ward Spitze!

Besonderer Dank gilt dem Jörg Lindner von Microsoft Deutschland, der für den erkrankten Lothar Wieske (Gute Besserung Lothar!) wirklich sehr kurzfristig eingesprungen ist und neben einem Vortrag auch die Fragen der Gäste bis tief in den Abend beantwortete. Es hat ihm aber viel Spaß gemacht, wie er mir später mitteilte. Viele Fragen betrafen die Lizenzierung und die allg. Empfehlung zum Einsatz des Systems - ab welcher Größe macht es Sinn und wie sieht es bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen aus, welche Prozesse sind hier empfehlenswert?
Genau hier half mein Kollege Grigory Grin mit einem praxisorientierten Einblick in die Arbeit mit dem Visual Studio Team System, wobei er noch so einiges über unsere Arbeitsweise, Best Practices und dem Axinom Development Process zum Besten gab. Manche fanden es sehr detailliert und wunderten sich über die Offenheit, mit der wir unsere interne Arbeitsweise nach aussen präsentieren. Nun, es sind unsere Best Practices, die wir gerne mit anderen teilen. Es ist kein heiliger Gral, eine solche out-of-box Lösung für alle Probleme existiert leider nicht. In einem gemeinsamen Gespräch können wir auch etwas dazu lernen und vielleicht einige wertvolle Erfahrungen sammeln. Das war auch unser Ziel.
Wir sind schon seit Jahren auf der Suche nach einem geigneten Entwicklungsprozess für die KMU, der effizient und flexibel ist und gleichzeitig eine ausreichende Qualität gewährleistet. Die Vorgehensweise, die wir modelliert und gewählt haben, basiert auf den Erfahrungen mit verschiedenen Prozessen wie Rational Unified Process (RUP) und Extreme Programming (XP). Unsere Erfahrungen sind in das MSF Agile (Microsoft Solution Framework) eingeflossen, deshalb ist für uns auch VSTS so interessant. Wir konnten innerhalb von 2 Wochen ein aktuelles Projekt auf VSTS umstellen. Die Vorteile der Integration und die zusätzliche Funktionalität übertreffen bei uns derzeit die Investitionen in die Eigenentwicklung mit verschiedenen Tools. Und das können wir auch anhand konkreter Beispiele verdeutlichen. Dies gilt aber nur dann, wenn im Unternehmen bereits etablierte und erprobte Prozesse existieren. Kein Tool, auch nicht VSTS, löst solche Anforderungen. Die Tools können lediglich besser oder schlechter abbilden und unterstützen, die Prozesse stehen aber im Mittelpunkt. Vor dem Einsatz jeglicher Tools ist also zu überlegen, ob und welche Prozesse implementiert werden können.
Hierzu kommt später etwas mehr Info...
Carsten Witte aka "real men don't need a manual" tauchte unterhaltsam in die Welt von Windows Workflow Foundation und erklärte weshalb die visuelle Modellierung in grösseren Projekten oft eine entscheidende Rolle spielt. Wenn man die erste Reaktion auf sein Posting liest, war er auch überzeugend genug:
http://architecture.blog.de/index.php/architecture/2006/02/04/axdays~533418
Zum Schluß erläuterten meine Kollegen Johannes Jauch und Ralph Wagner die Reporting-Fähigkeiten in Rahmen der Entwicklungsprozesses und deren Nutzen aus der betriebswirtschaftlichen Sicht. In der Tat funktionieren die Berichte auch mit einer Reihe von, zum Teil auch kostenlosen, Tools. Die Verfolgung ist jedoch deutlich mühsamer und einige Berichte können erst gar nicht erstellt werden, denn der Zusammenspiel verschiedener Tools gestaltet sich oft schwerig und die Berichte müssen manuell zusammengeführt werden.
Mir blieb die Eröffnungsrede (aka Keynote) vorbehalten, ein strategischer Einblick in die heutigen IT-Architekturen (auf Basis des Architecture Maturity Models) mit einer Darstellung der Microsoft Enterprise Plattform und der dazugehörigen Strategie sowie die Moderation des gesamten Tages. Ich dürfte auch mehrmals die Gäste darüber informieren, dass wir in "10 Minuten starten werden...". Diese Aussage wir wohl an mir haften bleiben. 
In der Mitte des Events durfte ich die Arbeit von IASA (International Association of Software Architects, bald auch in Nürnberg) und INETA (International .NET Association, schon seit 2002 in Nürnberg aktiv) vorstellen. Meine Kollegin Stefanie Krügel spielte die gute Fee und half mir bei Verteilung von Vollversionen von Visual Studio 2005 Professional Edition und SQL Server 2005 sowie des Klassiker "Windows Programmierung mit C#" von Charles Petzold. Viele Besucher blieben beim anschliessenden Abendessen noch bei uns und verbrachten den Abend mit interessanten Gesprächen beim gutem Wein.
Schee wars, es hat Spaß gemacht ... und ich freue mich schon auf den nächsten AxDay! 
Eine erste Reaktion habe ich auch gefunden, Thomas Bandt hat seine Eindrücke veröffentlicht:
http://blog.thomasbandt.de/PermaLink,guid,ff235693-bf3d-45b0-a2e6-4bcbf1844484.aspx
Weiterführende Links:
[1] AxCMS.net http://www.AxCMS.net
[2] Axinom Development Process http://www.axinom.de
[3] Visual Studio Team System: http://msdn.microsoft.com/vstudio/teamsystem/default.aspx
[4] Windows Workflow Foundation http://www.windowsworkflow.net
[5] RUP: http://www-128.ibm.com/developerworks/rational/products/rup
[6] Extreme Programming: http://www.extremeprogramming.org/
[7] NUnit: http://www.nunit.org/
[8] NUnitASP: http://nunitasp.sourceforge.net/